Etappe 5: 2.336 Kilometer vom Berg Athos in Griechenland nach Stift Melk in Österreich

Berg Athos, Griechenland

Vom Berg Athos brechen wir auf, um die 5. Etappe unserer Reise durch Europa zu gehen.

2.336 Kilometer führt uns der Weg durch Griechenland, Nordmazedonien, Kosovo, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Slowenien nach Österreich.

Viel Spaß!

Ein kurzer Rückblick und gleichzeitig Filmhinweis auf Athos (2:27)

Philippi, Griechenland

Philippi, die erste Gemeinde Europas.

Nach 221 km erreichen wir Philippi. Um 49/50 n. Chr. gründete der Apostel Paulus hier, im Osten von Makedonien, die erste Christengemeinde Europas. Als erste Christin wird die Purpurhändlerin Lydia genannt, die aus Thyatira in Lydien, der heutigen Türkei stammte. Sie ist keine Jüdin, aber auch keine Heidin. Sie ist eine sogenannte Gottesfürchtige. Paulus hatte eine jüdische Gebetsstätte am Fluss aufgesucht und zu den Frauen, die sich dort versammelt hatten, gesprochen. Lydia und alle Angehörigen ihres Hauses ließen sich aufgrund der Verkündigung des Apostels Paulus taufen.

Mehr zum Anfang des europäischen Christentums:
Kath. Bibelwerk Bistum Münster: Die erste Gemeinde Europas

Von Griechenland geht es 379 km nach Skopje, Nordmazedonien.

Skopje, Nordmazedonien

Der Geburtsort von Mutter Teresa.

Skopje, die Hauptstadt von Nordmazedonien liegt im Norden und ist mit 540.000 Einwohnern auch die größte Stadt des Landes. Die Stadt, die im Jahre 1963 von einem Erdbeben zerstört wurde, hat sich heute erholt und bietet einen interessanten Mix aus verschiedenen Baustilen. Eine der ältesten Sehenswürdigkeiten und gleichzeitig auch das Wahrzeichen der Stadt ist die Steinbrücke, die bereits im 15. Jahrhundert erbaut wurde.

Am 26. August 1910 wurde in Skopje Mutter Teresa unter dem Namen Anjezë Gonxhe Bojaxhiu geboren. Das Gedenkhaus steht an Stelle, an der ihre Taufkirche stand. Im Jahr 1979 erhielt Mutter Teresa für ihre Arbeit mit Armen und Sterbenden in Kalkutta, Indien den Friedensnobelpreis.

In einer Minute über Skopje (1:01)

Unsere nächste Station ist Letnica im Kosovo.

Letnica, Kosovo

Wo Mutter Teresa ihre Berufung fand.

Die neoromanische Kirche mit weißer Doppelturmfassade auf der Anhöhe überragt den kleinen kosovarischen Ort inmitten einer bewaldeten Hügellandschaft: Es ist die marianische Wallfahrtsstätte Letnica, wo eine Madonnenstatue aus schwarzem Edelholz mit weißen Gewändern steht. Hier hat die selige Mutter Teresa ihren Sendungsauftrag erhalten. Mit ihrer Familie war sie wiederholt dorthin gepilgert. Kenner bezeichnen Letnica als einen der landschaftlich schönsten Orte des Balkan.

Hole Dir einen kurze Eindruck von der Kirche und der Madonnenstatue (2:54)

Schon verlassen wir den Kosovo und es geht knapp 300 km weiter es nach Albanien.

Shkodra, Albanien

Unserer Lieben Frau vom Guten Rat

Von Letnica sind es 297 km nach Shkodra in Albanien. Die 2.400 Jahre alte Stadt hat eine bewegte Geschichte: Römer, Serben, Venezianer, Türken und Österreicher bestimmten ihr Schicksal. Mit knapp 150.000 Einwohner und ist sie die fünftgrößte Stadt des Landes. Weiter ist Shkodra ist das historische Zentrum der katholischen Kirche Albaniens. Von hier stammt auch das Gnadenbild Unserer Lieben Frau vom Guten Rat, welches durch ein Wunder nach Genazzano in Italien kam. Die Mutter vom Guten Rat ist die Patronin des Landes Albaniens, von dessen Bevölkerung etwa 15 Prozent katholisch ist. Die Mutter vom Guten Rat wird in Albanien auch Madonna von Shkodra genannt.

Wir laufen 137 km und besuchen das nächste Land auf dem Balkan: Montenegro.

Bucht von Kotor, Montenegro

Die Bucht der Heiligen

Die Bucht von Kotor ist eine fast 30 km lange, von hohen und sehr steilen Bergflanken gesäumte, stark gewundene fjordartige Bucht der Republik Montenegro. 17 Heilige der katholischen Kirche stammen aus dem Umkreis der Bucht.

Film-Dokumentation (58min):
katholisch.tv: Kotor - Die Bucht der Heiligen

Erlebe die Stadt Kotor aus der Luft und bei Nacht (2:28)

Es geht 173 Kilometer weiter nach Bosnien und Herzegowina.

Međugorje, Bosnien und Herzegowina

Međugorje bedeutet in etwa „zwischen den Bergen“.

Međugorje liegt im Südwesten von Bosnien und Herzegowina. Međugorje ein bekannter Wallfahrtsort, nachdem Einwohner seit 1981 von Marienerscheinungen berichten. Der Heilige Stuhl erkennt die Erscheinungen nicht an, erlaubt aber seit letztem Jahr Wallfahrten mit dem Hinweis, dass dies nicht als Anerkennung der angeblichen Wundererscheinungen zu verstehen ist. Jährlich besuchen bis zu einer Million Pilger den kleinen Ort.

Mit großen Schritten geht es nun nach Kroatien!

Rijeka, Kroatien

Basilika Unserer Lieben Frau von Trsat

Die Basilika Unserer Lieben Frau von Trsat ist eine römisch-katholische Kirche im Stadtteil Trsat von Rijeka. Die Kirche ist der Gottesmutter Maria geweiht und trägt den Titel einer Basilica minor. Sie ist die wichtigste Marienwallfahrtskirche Kroatiens, denn hier, so Überlieferung, habe das Geburtshaus der Jungfrau Maria Station gemacht. Engeln hatten das Gebäude von Nazareth auf den Hügel von Trsat gebracht, bevor sie es 3 Jahre später ins italientische Loreto weitertransportierten, wo es heute noch steht.

Unsere nächstes Station liegt in Slowenien.

Brezje, Slowenien

Basilika Maria Hilf

Nach 152 km erreichen wir die letzte Station auf der Balkanhalbinsel: Brezje in Slowenien. Die dortige Basilika Maria Hilf ist die bedeutendste Wallfahrtskirche in Slowenien. Sie wurde 1988 von Papst Johannes Paul II. in den Rang einer Basilica minor erhoben. Die Hauptwallfahrt findet jedes Jahr am 24. Mai statt sowie an Mariä Himmelfahrt am 15. August.

Von Brezje wandern wir 388 Kilometer nach Österreich.

Wien, Österreich

Ein Besuch bei der Riesenorgel der Domkirche St. Stephan

Wir erreichen Wien. Wer Wien besucht, unternimmt eine Reise in zwei Welten. Die eine führt in die glanzvolle historische, durch den Adel geprägte Vergangenheit, die andere in eine Weltstadt Mitteleuropas, geprägt von unterschiedlichen Kulturen und Nationalitäten. Unser Ziel ist der römisch-katholische Stephansdom, Namensgeber ist der heilige Stephanus, der als erster christlicher Märtyrer gilt. Im Dom wollen wir der renovierten Riesenorgel lauschen. Seit April 2019 wird an der Wiedererrichtung der Orgel gearbeitet. Mit ihren 185 Registern und 12.600 Pfeifen ist sie die größte Orgel Österreichs. Nach 30 Jahren hätte sie beim Ostersonntagsgottesdienst am 12. April erstmals wieder erklingen sollen. Die Weihe und offizielle Inbetriebnahme wird nun am 3. Oktober 2020 sein.

Höre die Kollaudation (Abnahme) der rundum erneuerten Riesenorgel vom 9. Juni 2020 (5:12)

Vom Stephansdom geht es kurz zum Stift Klosterneuburg.

Stift Klosterneuburg, Österreich

Das Stift der tausend Geschichten

Etwas außerhalb von Wien befindet sich das Stift Klosterneuburg. Das Stift gehört der Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren an. Der Komplex geht auf eine Stiftung des österreichischen Markgrafen Leopold III. dem Heiligen zusammen mit seiner Frau Agnes von Waiblingen zurück, die zu Beginn des 12. Jahrhunderts erfolgt war. Die ursprüngliche Stiftung war von Anfang an bis 1722 ein Doppelkloster mit Augustiner-Chorfrauen. Das Stift Klosterneuburg ist nach wie vor ein lebendiges Zentrum des katholischen Glaubens, beherbergt eine bedeutende Kunstsammlung und besitzt eines der größten und ältesten Weingüter Österreichs. Wer wissen will, warum Chorherren eigentlich Chorherren heißen. Was ist eine Pietá ist, wo sich der Verduner Altar befindet oder was es mit dem Weingut auf sich hat, der kann diese Geschichten in Kurzfilmen erleben. Erzählt werden sie von Augustiner-Chorherren, dem Bibliothekar, dem Weingutsleiter und anderen Mitarbeitern. Die Kurzfilme geben einen einzigartigen Einblick in das Stift Klosterneuburg.

Kurzfilme (2 bis 3 Minuten)
Stift Klosterneuburg: Ein Ort. Tausend Geschichten

Gleich erreichen wir die letzte Station unserer 5. Etappe: Stift Melk

Stift Melk, Österreich

Die letzte Station unserer 5. Etappe durch Europa: Stift Melk

Die Benediktinerabtei Stift Melk liegt in Niederösterreich bei der Stadt Melk am rechten Ufer der Donau. Es ist seit seiner Gründung im Jahre 1089 untrennbar mit dem Werden Österreichs verbunden. Der heutige Bau wurde in den Jahren 1702–1746 von Jakob Prandtauer errichtet. Aufgrund seiner palastartigen Monumentalität gilt das Stift europaweit als eine Ikone barocker Architektur und gehört zum UNESCO-Welterbe. Wir genießen die spannend gestalteten Museumsräume, die Prunksäle wie den Marmorsaal und die Bibliothek, die hochbarocke Stiftskirche sowie die unvergessliche Aussicht ins Donautal.

Die 5. Etappe ist zu Ende!
2.336 Kilometer liegen hinter uns.

Wieder haben wir gemeinsam Europa und seine wertvollen Schätze entdeckt.

Vielen Dank für die gemeinsame Reise!

Wochenimpuls

"Namaste!"
Vertiefung: "Das Göttliche in mir, verbeugt sich vor dem Göttlichen in dir". Beim Laufen bewundern und genießen wir die Natur um uns herum, die Sonne, den Wind, die Blumen, ...!
Wir erkennen, die unendliche Schönheit und dass in allem etwas Göttliches steckt.
Wir spüren vielleicht, dass auch wir ein Teil dieses Ganzen sind, dass auch in uns etwas Göttliches steckt.
Unsere Gedanken für diese Woche kreisen um die Wertschätzung, die ich mir und anderen entgegenbringe.
Wir können uns überlegen: "An meinem Partner schätze ich...; an meinem Kind schätze ich...; an meinem Nachbarn schätze ich...; an meinem Arbeitskollegen schätze ich...; usw.

— Sanskrit
5. Wochenimpuls

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